oder: Was Unternehmen mit professionellem Controlling besser machen können

10. Dezember 2019

Bis zum Schluss hatten Fans, Funktionäre und Spieler gezittert und gehofft. Doch es hat nichts genutzt. Die ruhmreiche SG Wattenscheid 09 ging im Oktober 2019 in die Insolvenz und musste ihre erste Mannschaft vom Spielbetrieb in der Regionalliga West abmelden. Der Rückzug vom grünen Rasen bildete dabei den letzten von vielen Tiefpunkten in einer Entwicklung um den Verein, der Spielern wie Leroy Sané oder die Altintop-Brüder hervorbrachte und in den 1990er Jahren in der Bundesliga für manche Überraschung sorgte.

 

Die Wattenscheider sind dabei nicht alleine mit ihrem Schicksal. Denn in den vergangenen Jahren waren davon gleich mehrere Traditionsvereine aus dem Westen der Republik betroffen. Zu den prominentesten gehören sicherlich Alemannia Aachen oder die Fußballmannschaft aus Ahlen, die zwischen 1996 und 2006 als „LR Ahlen“ auflief und seit der Saison 2017/2018 unter dem Namen „Rot Weiß Ahlen“ in der Oberliga Westfalen antritt. Westfalia Herne – immerhin Westdeutscher Meister im Jahr 1959 – reihte sich jüngst ebenfalls in die Reihe derjenigen ein, die ihre finanziellen Verpflichtungen nicht nachkommen können. Und auch der Wuppertaler SV ging schon durch dieses Tal – wenn auch mit am Ende deutlich besserem Ausgang für den Verein aus dem Bergischen.

 

Wenn die Ursachen des beinahen oder tatsächlichen Scheitern bei all diesen Vereinen sich auch deutlich unterscheiden, immer gehörte ein (Teil-)Versagen des internen Controllings zu den Ursachen für die dramatischen Situationen. Dabei ist es für geübte Controller recht einfach, eine Liquiditätskrise zu erkennen und die Verantwortlichen entsprechend zu warnen. Denn die Anzeichen sind eindeutig. Bevor eine Insolvenz eintritt, ist fast immer die Kontokorrentlinie ausgeschöpft. Zusätzlich steigen Verbindlichkeiten an und regelmäßig treffen Mahnungen ein.

 

Dies betrifft die genannten Fußballvereine ebenso wie jedes (mittelständische) Unternehmen. Und auch bei den Ursachen für eine Liquiditätskrise mit folgender Insolvenz gibt es regelmäßig Überschneidungen. So wird die Zahlungsfähigkeit häufig falsch gesteuert. Und das beginnt schon dabei, dass ein Forderungsmanagement fehlerhaft arbeitet oder – schlimmer noch – schlicht nicht vorhanden ist. Weitere Gründe können in einer falsche Investitionsstrategie oder einer unzureichende Finanzierungsstrategie liegen. Sind das bei einem Fußballverein häufig zu teure Spieler und mangelnde Sponsoreneinnahmen, scheitern Unternehmen eher daran, dass sie falsche Maschinen kaufen oder sich bei der Übernahme eines Wettbewerbers „verheben“.

 

Neben diesen eher handwerklichen Fehlern gibt es jedoch regelmäßig Gründe für ein Scheitern, die tiefer im Verein oder Unternehmen liegen. Denn: Einer Liquiditätskrise gehen in der Regel andere Krisen voraus. Das können – und auch hier gibt es Parallelen zwischen Wirtschaft und Sport – Erfolgskrisen, Strategiekrisen, Produkt- oder Absatzkrisen sein.

 

Was ebenfalls für beide Welten zutrifft: Ein frühes Erkennen einer Krise ist essentiell, um sie abzuwenden. Denn je später sie erkannt wird, desto kleiner ist der Handlungsspielraum. Die Dramatik und der Druck zu handeln, wächst auf der anderen Seite massiv. Daher ist und bleibt ein umfangreiches und professionelles Controlling absolut erforderlich, um Situationen wie die beschriebenen gar nicht erst entstehen zu lassen.

 

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