Unternehmen sind Systeme, und keine Spielwiesen für Versuche

26. Juli 2018

Unternehmensentwicklung ist nur dann erfolgreich, wenn das „Wesen“ von Unternehmen verstanden wird. Hierbei geht es nicht um die persönliche Philosophie der Unternehmer/innen. Viel wichtiger ist es, die Grundstruktur des Erfolges zu kennen. Wer das versteht, kann dann die Referenzen ermitteln, welche die Treiber für den Erfolg sind.

Klar: im Prinzip einfach, würde doch jeder Unternehmer sagen und auch die unterstützenden Dienstleister würde dem vermutlich auch nicht wiedersprechen. Aber immer wieder würde trotzdem auf die besonderen Rahmenbedingungen der Branche oder des konkreten Unternehmens abgestellt. Hierbei sind die Ziele des/der Unternehmers/in die zentrale Position, welche es zu unterstützen gilt. Es wird aber nicht erkannt, dass genau hier der Zugang zu noch nicht genutzten Potenzialen liegt. Was schwer verständlich erscheint, aber doch logisch ist: alles hat eine Wirkung. Und damit insbesondere das, was eben nicht gemacht/genutzt wird.

Wer das versteht, hat das Prinzip des erfolgreichen Unternehmens verstanden: Begreife, was ein Unternehmen komplett macht und begreife dann, wie die Teile aufeinander abzustimmen sind. Und von diesem Zielbild ausgehend beginnt die Erfolgsstory: Der Aufbau eines Excellenz-Unternehmens.

Die zentrale Herausforderung/Schwierigkeit: die alten Glaubenssätze, also das, was eine Unternehmensleitung und auch die leitenden Mitarbeiter in ihrer Verantwortung als richtig ansehen, muss auf den Prüfstand gestellt werden. In einer Krisensituation ist das einfacher, weil das Grundverständnis für Fehlentwicklungen natürlich vorhanden ist. Die Zahlen stimmen einfach nicht und das Fehlverhalten Einzelner wird vor diesem Hintergrund deutlich. Bei einem bereits erfolgreichen Unternehmen gilt, dass für die erkannten Baustellen, an denen noch zu arbeiten ist, immer noch Zeit genug ist. Und außerdem reicht es doch aus, bereits erfolgreich zu sein.

Aber zurück zur Unternehmensentwicklung „mit System“: Dieses System besteht immer aus Pflichtpositionen, welche im Prinzip bekannt sind, aber in der Praxis gern als Theorie abgetan werden. Gleichwohl sollte klar sein, dass spätestens, wenn die Konjunktur sich wieder „normal“ entwickelt, der Wettbewerb zunimmt. Und dann wird es wieder deutlich, dass die Geschäfte anders zu betreiben sind. Die Die wesentlichen Handlungsfelder kommen wieder zurück auf die Arbeitsbühne:

  • Wie erreiche ich eine Differenzierung zum Wettbewerb (=Wettbewerbsstrategie)
  • Wie entwickle ich meine Märkte (=strategisches Marketing)
  • Wie führe ich eine leistungsfähige Mannschaft (=Management)
  • Wie steuere ich den Erfolg (=Controlling).
 

Und erst dann kommt die Auseinandersetzung mit den Themen, die das Ganze erst richtig wirksam werden lassen: die Ergebnisverantwortung als die Königsdisziplin in der Entwicklung. Erst wenn Mitarbeiter ein Teil des Ganzen werden, wird das Unternehmen zum hochwirksamen System. Und dann reift es zur Exzellenz.