Anzeichen erkennen – Optionen kennen – überlegt handeln

9. Oktober 2019

September 2019: Der Automobilzulieferer Continental kündigt Werksschließungen an und die „Konjunkturampel“ des gewerkschaftsnahen Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) springt auf „rot“. Laut Pressemitteilung des IMK sei „die Wahrscheinlichkeit, dass Deutschland in den nächsten drei Monaten eine Rezession erlebt, … im September 2019 auf 59,4 Prozent gestiegen“. Das sei „der höchste Prognosewert seit 2012“.

Doch: Was steckt hinter diesen Zahlen und ähnlich lautenden Meldungen, die in den letzten Wochen verstärkt aufgekommen sind und die Sorge vor einer drohenden Rezession schüren? Zunächst einmal nur, dass sich die Anzeichen verdichten, dass der seit Jahren andauernde Höhenflug der (deutschen) Wirtschaft nicht ewig so weiter gehen wird. Und das wiederum ist recht normal. Denn nach einem Aufschwung folgt in der Regel ein Abschwung. Und umgekehrt.

Dadurch entstehende Problem lösen Großunternehmen mit entsprechenden finanziellen Reserven häufig damit, dass sie sich selbst eine „Restrukturierung“ verordnen. Richtig angewendet kann dies durchaus helfen. Doch leider werden oftmal die eigenen Mitarbeiter verunsichert und genau die Ressourcen abgebaut, die in einer Krise benötigt werden, um Geld verdienen zu können. Mittelständischen Unternehmen stehen meist deutlich weniger finanzielle Mittel zur Verfügung. Weswegen sie andere Optionen wählen müssen.

Auf krisenhafte Situationen (energisch) zu reagieren ist jedoch nicht grundsätzlich falsch. Im Gegenteil. Nicht zuletzt der Mittelstand tut gut daran, im Fall der Fälle aktiv zu werden. Allerdings ist es wichtig, die eigenen Optionen zu kennen, um überlegt handeln zu können. Unabdingbar dafür ist ein funktionierendes Controlling, das als Frühwarnsystem funktioniert und rechtzeitig Alarm schlägt, wenn ein Abschwung oder gar eine Krise droht. Liefern sollte es unter anderem Informationen darüber, welche Bereiche und Unternehmensteile besonders wirtschaftlich sind und welche weniger. Denn nur so lassen sich ertragsreiche Geschäftsfelder ausbauen und ertragsschwächere optimieren.

Geschäftsfelder, die Verluste bringen, werden schnell identifiziert und durch bereits beschriebene Restrukturierungsmaßnahmen wieder „auf Kurs“ gebracht.

Was dabei immer im Blick gehalten werden muss, ist das der Abbau von Produktivität unbedingt vermieden werden muss. Denn gerade in Zeiten des Fachkräftemangels ist es essentiell, gute Mitarbeiter – und damit deren Produktivitätskraft – für das eigene Unternehmen zu erhalten. Stattdessen muss es immer das Ziel sein, das im Unternehmen verfügbare Potential optimal zu nutzten.

All dies steht und fällt mit einem funktionierenden Frühwarnsystem. Es kann den Handelnden die notwendigen Erkenntnisse liefern und helfen, entsprechende Maßnahmen einzuleiten. Dabei spielt es kaum eine Rolle, ob sich das Controlling innerhalb eines Unternehmens befindet oder ob auf ein externes Controlling vertraut wird.

Ein externes Controlling bringt vielmehr Vorteile mit sich, die gerade für Mittelständler wertvoll sein können. So verfügen externe Controller oftmals über ein deutlich breiteres Wissen zu Themen wie Markt, Produktivität, Rentabilität und Liquidität. Auf diesen Grundlagen können Sie frühzeitig und umfassend Geschäftsfelder analysieren und Fehlentwicklungen mithilfe von Frühwarnsystemen identifizieren.

Grundsätzlich gilt: Jeder Unternehmer ist in der Verantwortung. Und zwar nicht nur sich selbst, sondern auch seinem Unternehmen und den Mitarbeiter gegenüber. Er oder sie muss stets den Überblick über die aktuelle Situation haben. Das betrifft sowohl die externe Sicht, also den auf Wettbewerber, den jeweiligen Marktes, das Verhalten von Banken und Ähnlichem, wie auch den „internen Blick“. Alles auf alles, was im eigenen Unternehmen geschieht. Wichtige Punkte sind hier unter anderem die Mitarbeiterzufriedenheit, die Wirtschaftlichkeit und die Arbeitsqualität – die bestenfalls über Prozesse abgesichert wird.

Wer ehrlich zu sich selbst ist und feststellt, diesen Überblick aktuell nicht (immer) zu haben, sollte schnell handeln. Denn andernfalls kann er oder sie bald zum Handeln gezwungen werden.

Bei einem ersten und kostenlosen Gespräch – inklusive Kurzcheck – bieten wir Ihnen eine Standortbestimmung. Kommen Sie dazu in einen unserer Entwicklungsräume in Dortmund oder Hamburg.