– ein Rückblick

31. Oktober 2019

Einmal im Jahr lädt das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie zum „Digital-Gipfel“ der Bundesregierung ein – bis 2017 bekannt unter dem Namen „Nationaler IT-Gipfel“. Die Namensänderung allerdings ergibt durchaus Sinn. Denn das Thema „Digitalisierung“ betrifft schon lange nicht mehr nur IT-Experten und Computer-Nerds, sondern uns alle. Also Bürgerinnen und Bürger, Wissenschaft, Politik und Unternehmen – die gesamte Gesellschaft. Und da auch wir als Werhausen AG täglich mit den Herausforderungen der Digitalisierung zu tun haben, sind wir sehr gerne der Einladung zum Digital-Gipfel 2019 gefolgt. Doppelten Grund zur Freude gab es, da der Weg nicht weit war – schließlich fanden die Veranstaltungen unter dem Motto „Digitale Plattformen“ in Dortmund – und damit quasi „vor der Haustür“ – statt.

Montag, der 28. und Dienstag, der 29. Oktober 2019, hatten es dann wirklich in sich. Für unseren Vorstand Nicole Werhausen begann der Digital-Gipfel schon am frühen Montagmorgen und endete erst bei der Abendveranstaltung in der Warsteiner Music Hall, bei der unter anderem Dorothee Bäer eine der Keynotes hielt. Im Anschluss warteten spannende Gespräche mit Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Am Dienstag folgte als Höhepunkt des Tages die Keynote von Angela Merkel. Dabei zeigte die Bundeskanzlerin einmal mehr, dass sie über einen richtig guten und trockenen Humor verfügt.

Und dazwischen? Da gab es Input und Anregungen am (viel zitierten) „laufenden Band“. Besonders herausragend: Die europäische Datencloud „Gaia-X“, die endlich dafür sorgen soll, dass das Wissen deutscher Unternehmen so gespeichert werden kann, dass kein ausländischer Geheimdienst oder gar Wettbewerber Zugang dazu bekommt. Außerdem wurden Lösungen für verschiedenste Branchen präsentiert. Von einem Schwarm autonomer High-Speed-Fahrzeuge des Fraunhofer-Instituts für Materialfluss und Logistik IML bis hin zur Digitalisierung des Handwerks durch die Renovierungs-Plattform „Myster“ (myster.de).

Festzuhalten bleibt, dass der Gipfel ein starkes Signal gesendet hat. Eines dafür, dass sich das Ruhrgebiet massiv gewandelt und zu einem echten „Digitalstandort“ gemausert hat. Außerdem, dass es am Thema Digitalisierung schlicht kein Vorbeikommen gibt. So gab sich nicht nur Bitkom-Präsident Achim Berg während der zwei Tage in Dortmund davon überzeugt, dass der Übergang von der analogen in die digitale Welt gerade auf Hochtouren läuft.

Wir sehen dieses Phänomen jeden Tag. Und es betrifft auch und gerade die Unternehmen, die sich am liebsten wegducken oder dem ganzen widersetzen würden.

Der Gipfel zeigte aber eindrucksvoll, dass das Gegenteil richtig ist und sich gerade kleine und mittelständische Unternehmen der Entwicklung stellen müssen. Themen wie neue technische Infrastrukturen und Ausstattungen sowie grundsätzlich digitale Lösungen müssen dafür mutig angegangen werden. Vor allem aber – und das betonte auch Angela Merkel – müssen die Menschen bei dieser Entwicklung mitgenommen werden. Für Unternehmer bedeutet das, die eignen Mannschaft zu motivieren und selbst aktiv voran zu gehen. Außerdem die Überzeugung zu vermitteln, dass die aktuellen Entwicklungen zahlreiche Vorteile bieten. Ansonsten – und auch das ist Teil der Wahrheit – verlieren Betriebe schnell an Wettbewerbsfähigkeit und die Lichter gehen früher aus, als das in der Vergangenheit der Fall war.

Daher unser Appell an alle Unternehmer: Seien Sie aktiv und positiv! Gehen Sie das Thema „Digitalisierung“ an und entdecken Sie die Chancen, die sich daraus für Sie und Ihr Unternehmen ergeben! Denn nur dann wird der Mittelstand auch morgen noch eine relevante Größe im deutschen und damit europäische Wirtschaftsgefüge sein. 

Sie wollen regelmäßig von unseren neuen Blogbeiträgen erfahren? Melden Sie sich über unsere Website zum Abonnement des Werhausen-Newsletters an!