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Zwei Generationen und ein Unternehmen – Die Kunst der drei Gewinner

Die größte Herausforderung und damit auch die größte Bedrohung für den Mittelstand ist eine geeignete Nachfolge zu realisieren. In den unterschiedlichen Phasen des Nachfolgeprozesses gibt es mannigfache Herausforderungen, die zu meistern sind:

Phase 1: Finden des Nachfolgers

Potenzielle Nachfolger finden (Familien-)Unternehmen zunehmend nicht mehr in der eigenen Familie – Nicht nur weil das Interesse oder das Wissen fehlt, sondern weil auch häufig der Altersunterschied zwischen den Generationen zu groß ist. Die eigenen Kinder sind oft zu jung und leitende Mitarbeiter nicht immer geeignet, um die direkte Nachfolge anzutreten. In solchen Fällen bleibt oft nur der Verkauf an Dritte.

Phase 2. Wertermittlung

Die Ermittlung des richtigen Wert des Unternehmens – gleich ob bei einer Nachfolge innerhalb der Familie, an leitende Mitarbeiter oder bei einem Verkauf an Dritte – ist die zentrale Aufgabe der Nachfolgeplanung. Wir begleiten seit Jahrzehnten Unternehmen bei der Nachfolge, und die Ermittlung des richtigen Unternehmenswertes ist immer ein sensibler Faktor, der für alle Seiten „passen“ muss. Besonders, wenn die Nachfolge innerhalb der Familie erfolgt, ist dies ein feinfühliges Thema, denn Emotionen und Erwartungshaltungen überlagern häufig den Prozess einer objektiven Wertermittlung. Dramatisch wird es meist, wenn dann keine ausreichende Altersversorgung aufgebaut und diese nun mit in den Verkaufspreis eingepreist werden muss. Auch ein ausgeprägter Investitionsstau führt zu dem gleichen Effekt: Die dann notwendigen Summen sind kaum zu erzielen. Eine schnelle Nachfolge ist in solchen Fällen fast unmöglich. Denn, der Kaufpreis muss ja schließlich finanziert werden können, sodass das Unternehmen den Wert auch erwirtschaften und trotzdem weiterleben kann.

Phase 3: Der Übergang

Wenn der Wert dann festgelegt und der Verkauf faktisch geregelt ist, beginnt der Prozess der Übergabe. Egal, auf welche Art das Unternehmen übergeben wird, es muss doch immer der Übergang von der alten auf die neue Generation gelingen. Wertvorstellungen, Führungsstil, Wissen, Ziele – all dies verändert sich mit einer neuen Generation und stellt ein Unternehmen vor eine große Herausforderung. Es ist ein immenser Anpassungsprozess, der sich durch das gesamte Unternehmen zieht und bei Mitarbeitern häufig Ängste und Überforderung auslöst. Wir bei Werhausen kennen diese Herausforderung aus erster Hand, denn unser Unternehmen wird aktuell erfolgreich von zwei Generationen aus einer Familie geführt. Die Komplexität dieses Übergangs wird leider in der Praxis häufig unterschätzt, und auch nicht systematisch angegangen. Das Unternehmen mit all seinen Prozessen wird an eine neue Führung übergeben. Dieser Prozess ist erst dann erfolgreich umgesetzt, wenn das Unternehmen selbst nachhaltig lebensfähig ist.

Fazit: Eine Nachfolgeregelung ist immer nur dann richtig, wenn es drei Gewinner gibt – den Verkäufer, den Nachfolger und  das Unternehmen. Wenn einer der drei Akteure benachteiligt wird, kann der Übergang nicht nachhaltig gelingen und eine Krise ist immer die Folge daraus. Häufig treten diese Krisen nicht unmittelbar ein, doch ein Fehler im Übergabeprozess oder eine zu hohe Zahlungsbelastung für den Kaufpreis belasten ein Unternehmen so stark, dass die Situation nicht selten lebensbedrohlich ist. Und wenn dann – vorzugsweise innerhalb der Familie – das Vorgehen bei der Nachfolge grundsätzlich infrage gestellt wird, wird häufig mehr als nur Porzellan zerbrochen.



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