Denkfehler: Work-Life-Balance?

Personal wird immer mehr DER Engpass für Unternehmen in starken Konjunkturzeiten. Der Bedarf an qualifizierten und engagierten Mitarbeitern nimmt deutlich zu. Alle Unternehmen, welche sich für die Zukunft neu aufstellen wollen/müssen, wissen um das Problem und versuchen, mit unterschiedlichen Mitteln den Bedarf zu decken.

Angebot und Nachfrage:

Damit steigt auch aus Sicht der Bewerber der eigene Wert, zumal bereits während der Ausbildung das Werben beginnt. Da Angebot und Nachfrage die Werte bestimmen, ist das alles völlig nachvollziehbar. Problematisch wird es erst, wenn gleichzeitig die Bereitschaft, umfänglich Verantwortung zu übernehmen, zurückgeht. Dabei sind angeblich „Nine-to-five-Jobs“ bereits seit Jahren passé. Die Realität sieht allerdings zu großen Teilen anders aus.

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Sind Sie bereit Verantwortung zu übernehmen?

Unternehmer brauchen nicht nur für die klassischen Führungsaufgaben engagierte Mitarbeiter, die über das normale Maß hinaus Leistung erbringen. Zunehmend stehen Mitarbeiter direkt an der Schnittstelle zum Kunden. Dieses erfordert zwar nicht zwingend, dass immer mehr Zeit investiert werden muss, denn klassische Arbeitszeitmodelle stehen eh auf dem Prüfstand. Es erfordert aber, dass Mitarbeiter bereit sind, für das Ergebnis ihrer Arbeit die Verantwortung zu übernehmen. Bei schnellen Entwicklungen im Unternehmensumfeld braucht es Mitarbeiter, welche die wirklich wichtigen Themen wahrnehmen, selbständig Teilziele bilden können und dann noch für die Umsetzung sorgen.

Die Betonung liegt auf “Balance”

Das alles geht mit dem Ansatz „Work-Life-Balance“ allein nicht mehr, wenn nicht verstanden wird, dass die Betonung auf dem Wort Balance liegt. Natürlich haben Mitarbeiter das Recht und die Pflicht, berufliches und privates in Einklang zu bringen. Und natürlich ist auch Unternehmern klar, dass bei Fehlentwicklungen im privaten Bereich auch die beruflichen Leistungen auf Dauer nicht stimmen können. Aber für die Ausgestaltung muss der Mitarbeiter selbst sorgen. Er ist gefordert, sich mit seinem Arbeitgeber darüber zu verständigen, welchen Freiraum er braucht, um die Verantwortung übernehmen zu können.

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Und dann ist da noch der Kunde, der alles bezahlen soll. Wenn Mitarbeiter nicht verstehen, dass mittelbar immer eine Vereinbarung zu Gunsten bzw. zu Lasten des Kunden getroffen wird, dann wird das Wesen von Verantwortung nicht verstanden. Arbeitnehmer sind klug beraten, wenn sie die eigene Situation mit der des Kunden in Einklang bringen. Wer das macht, wird i.d.R. beim Arbeitgeber Zustimmung für seine Vorschläge bekommen. Und dann wird aus einer Work-Life-Balance eine Work-Life-Customer-Balance. Und wenn die Leistung stimmt, entsteht auch die Bereitschaft, den erforderlichen Freiraum einzuräumen. Nur wer auch gibt, kann erwarten, dass er bekommt.

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