Der Unternehmer als Bedrohung? Oder… warum Unternehmen in den Jahren vor der Übergabe an Wert verlieren

Stellen Sie sich folgendes Szenario vor: Ein Unternehmen, in der Krise – bei der Bank bereits als Sanierungsfall „im Endstadium“ ausgerufen. Doch die Sanierung gelingt – und hat es nach einigen Jahren geschafft, wieder hoch profitabel zu wirtschaften.

Das Schlimmste ist überstanden – sollte man meinen. Doch die nächste Krise baut sich auf: Und zwar in Form des Unternehmers selbst. Eines Unternehmers der „satt“ ist – kein echtes Ziel mehr hat mit der Ausnahme, den angenehmen Zustand noch einige Jahre zu bewahren.

Die Pflichten der Unternehmensspitze – im Kontext des erkennbaren Endszenarios:

  • Investieren? Nur das nötigste.
  • Erschließung neuer Märkte? Eigentlich reicht es ja auch so…
  • Digitalisierung? Für uns nicht relevant…

Das sind die Sätze, die man dann von der Unternehmensspitze hört. Doch was meist nicht überblickt wird: Nur wenn sich das Unternehmen weiter entwickelt – sich den Marktbegebenheiten laufend anpasst, erhält es seinen Wert. Das gilt bis zuletzt – und diese Pflicht hat jeder Unternehmer gegenüber seinem Unternehmen. Erst recht, wenn er beim Verkauf auch seine Früchte „ernten“ will.

Man erntet was man sät

Doch nicht selten, wird diese einfache Regel – man erntet was man säht – in den letzten Unternehmerjahren vernachlässigt. Das Ergebnis: Meist ein Unternehmen, das nicht mehr die Stärke besitzt, mit den Marktentwicklungen Schritt zu halten. Es verliert an Wert. Seine Marktrelevanz schwindet. Arbeitsplätze werden aufs Spiel gesetzt. Und potenziellen Nachfolgern werden so Steine in den Weg gelegt, die diese meist erst Jahre später zu spüren bekommen.

Für Unternehmer gilt: Der Erfolg ist nicht selbstverständlich – ein erfolgreiches Unternehmen muss gepflegt werden. Wird dieser Grundsatz vernachlässigt ist es nur eine Frage der Zeit, wann die nächste Krise auftritt.

Drum prüfe, wer sich ewig bindet

Für potenzielle Nachfolger bzw. Käufer gilt: Prüfen Sie gut – in welchem Zustand das Unternehmen ist. Prüfen Sie nicht nur die Zahlen, machen Sie sich ein Bild von den Qualitäten – den internen sowie den Qualitäten am Markt.

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