Ein Unsinn namens Planung

Das neue Jahr beginnt – und damit der Planungsmarathon in den Unternehmen. So richtig klar ist es nicht, wo es lang gehen soll. Aber klar ist: die Kosten müssen runter – und mehr Umsätze sollte es schon geben. Und wenn das so nicht vorgegeben ist: jeder weiß doch, dass Vorgesetzt das so erwarten. Also wird wieder an den Zahlen „geschraubt“, bis es passt.

Ja das mit der Planung ist für viele ein wiederkehrendes Ärgernis. Folgt doch der Planung nicht selten die Erkenntnis, dass Pläne und Wirklichkeit nicht wirklich übereinstimmen können – und dass Planabweichungen natürlich auch erklärbar sind. Schließlich gibt es viele Einflussfaktoren, die gebetsmühlenartig wiederholt werden können. Die Mitarbeiter sind hier als erstes zu benennen. Es wurden die richtigen Mitarbeiter nicht gefunden und die alten Mitarbeiter haben sich – oh Wunder – nicht in Olympiakämpfer verwandelt. Allerdings wurde ja alles getan. Personalentwicklungsmaßnahmen wurden durchgeführt. Und der Vertrieb hat doch Vertriebsschulungen bekommen. Und weil die Erträge nicht gesteigert werden konnten, wurde gleich der ausgeschiedene Mitarbeiter nicht ersetzt.

Und die Kunden: wer versteht die schon? Kundenverhalten ist kaum steuerbar. Und klar ist ja, dass die Kunden nichts mehr bezahlen wollen. Wenn dann auf Umsätze verzichtet wird, ist das ja auch im Interesse des Unternehmens – wer will schon Geld draufzahlen?

Die Planung ist schnell gemacht, EXCEL (oder besser Microsoft) sei Dank. Mit etwas Aufwand erscheinen die alten Zahlen schnell in einem neuen Licht. Und die Kosteneinsparungen klappen immer. Und wenn die richtigen Zahlen auf dem Papier stehen, werden sie selten kritisch hinterfragt.

Planungsannahmen kommen nur auf den Prüfstand, wenn es ganz kritisch wird, obwohl das zum Standard nicht nur für Sanierungsphasen werden sollte. Zunächst muss doch immer hinterfragt werden, wie Marktanteile erhöht werden können. Und das Preise immer nur gesenkt werden müssen, ist kein Naturgesetz, wenn klar wird, dass letztlich nur die Leistungen erhöht werden müssen, um bessere Margen erzielen zu können. Plan und Planung sind Themen, die zwar zusammengehören. Allerdings muss zunächst ein sauberer Plan her, der sich mit den Ursachen der (Fehl-)entwicklungen auseinandersetzt. Und wenn das klar wird, wird auch klar, was zu tun ist. Und dann ist die Sache mit den Zahlen tatsächlich ein Kinderspiel.

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