Teufelskreis Kostensenkung

Kosten müssen eingespart werden – wenn das möglich ist, ohne Fehlentwicklungen auszulösen. Das ist aber genau das Problem: welche mittelbaren Auswirkungen haben Einsparungen. So scheint es einfach zu sein, z.B. Personalkosten einzusparen, wenn Erträge zurückgehen bzw. bereits Verluste eingetreten sind. Aber Personalkosten sind auch Investitionen in den Gesamtbereich Personal. Es mag sein, dass einzelne Mitarbeiter (fast) keine Leistung erbracht haben. Aber ist das wirklich so? Hat denn dann nicht die Führung versagt? Und wenn dann Kollegen das einfach anders sehen und die Einsparungen zu Lasten der Leistung gehen? Auch hier wird schnell klar, dass es nicht so einfach ist, die Ursachen zu erkennen und auf die Wirkungsebene nachzuvollziehen.

Wenn die Leistung nicht stimmt, zahlt der Kunde zuviel

Also doch keine Einsparungen vornehmen? Auch das kann so einfach nicht richtig sein. Es gilt, fehlender Produktivität auf die Spur zu kommen. Denn der Kunde will für seine Preise nicht zu viel bezahlen. Das müsste er aber, wenn die Leistung nicht dem „üblichen Standard“ entspricht. Dieser ergibt sich entweder aus dem Kalkulationsmodell des Unternehmens (welche Kosten dürfen entstehen, wenn bestimmte Leistungen angeboten werden). Dieses Modell muss sich immer an dem Wettbewerb orientieren.

Es braucht nachvollziehbare Referenzen

Wenn dann klar ist, welche Kosten für welche Leistungen insgesamt aufzuwenden ist, sind Mitarbeiter aufzurufen, sich daran zu orientieren. Es braucht also nachvollziehbare Referenzen. Gibt es diese nicht, entsteht eine Fehlentwicklung, welche sich Parkinsonsches-Gesetz nennt. Dieses kommt zum Tragen, wenn die Referenz nicht bekannt ist. Dann dehnt sich die Arbeit entsprechend der zur Verfügung stehenden Zeit. Eigentlich logisch.

Leistungsabfall = Kosteneinsparung = Leistungsabfall

Wenn Personalkosten also „im Lot“ sind, verbleiben dann noch die restlichen Kostenfresser. Hier lässt sich einfacher klären, ob eine Maßnahme, die Kosten auslöst, gegen eine Günstigere ausgetauscht werden kann. Wenn allerdings Kosten eingespart werden sollen, die wiederum zu Lasten der Produktivität gehen, wird es kritisch. Mitarbeiter werden die Zusammenhänge schnell verstehen und derartige Lösungen als falsch einordnen. Wenn darauf nicht gehört wird, wird es kritisch. Dann kommt es zur Leistungsverweigerung – und die Abwärtsspirale beginnt. Leistungsabfall = Kosteneinsparung = Leistungsabfall …

Budgetsenkungen können kritsche Entwicklungen auslösen

Investitionen sind Unternehmersache – Kosten ebenfalls. Hier darf keinesfalls allein auf interne Ratgeber gehört werden, welche Budgetsenkungen versprechen und damit kritische Entwicklungen auslösen. Diese Entwicklungen wirken wie dauerhafte Fieberschübe, welche die Leistungen dauerhaft absenken können.

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