Systemik: Arbeitsteilung = Denkteilung

Die unternehmerische Vergangenheit war stark dadurch geprägt, dass arbeitsteilige Organisationen ausgeprägt wurden und gleichzeitig von den Mitarbeitern ein Mitdenken gefordert wurde. Gemeinsam denken und getrennt handeln geht aber nicht. Die Arbeitsteiligkeit führt zu Trennung von Aufgaben, die teilweise auch komplex sind. Spezialisten sind gefragt. Sie müssen sich konzentrieren. Dem stehen/standen dann Manager gegenüber, welche die Schnittstellen ausgleichen sollten.

Transparenz im Arbeitsalltag

Diese Organisationsform verschwindet zunehmend. Nicht nur in der Tagesarbeit wird versucht, die Abläufe transparenter zu gestalten und Teams aufzubauen. Unternehmern wird zunehmend klar, dass die alten Organisationen Unternehmen nicht mehr in die Zukunft bringen können. Prozesse kommen in den Mittelpunkt der Veränderungsprozesse.

Das ist auch notwendig, weil so das relevante Wissen nicht entstehen kann, weil Arbeitsteiligkeit zwangsläufig zu einer Denkteiligkeit führt. Jede organisatorische Einheit wird immer in dem Rahmen denken und handeln, der für sie „gebaut“ wurde. Diese Rahmenbedingungen sind ja bewusst so gestaltet worden, damit Arbeiten Schritt für Schritt durchgeführt werden konnten. Ist das Umfeld nicht dynamisch – verändert es sich nicht laufend, ist das Modell durchaus erfolgreich. In sich immer schneller verändernden Märkten sind starre Organisationen aber nicht mehr in der Lage, sich anzupassen. Die Denkteiligkeit bringt Organisationen dann an den Rand des Scheiterns.

Die Folgen einer Denkteiligkeit

Wenn dann über den zwangsläufig eintretenden Kostendruck personelle Ressourcen abgebaut werden, wird der Leistungsdruck für die Organisationen und den einzelnen Mitarbeiter so stark, dass genau das Gegenteil dessen erreicht wird, was erreicht werden soll. Druck erzeugt Angst – und Angst würgt die erforderliche Kreativität vollkommen ab. Anstatt dann für neue Rahmenbedingungen zu sorgen, werden Mitarbeiter mit Leistungsdefiziten entsorgt. Nicht nur für die Volkswirtschaft, sondern auch für das Unternehmen das Ende einer Investition in Menschen.

Unternehmer müssen sich dann fragen lassen, wer letztlich versagt hat. Unternehmen brauchen eine Organisationsform ohne diese engen Rahmen(-bedingungen). Allerdings brauchen sie Referenzen, an denen sich Mitarbeiter ausrichten können und müssen. Nur so entsteht das kreative, leistungsfähige Unternehmen.

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