Komplexitaet vs. Berater

Komplexitaet ist aktuell scheinbar DAS THEMA. Gern auch dann benutzt, wenn Unternehmer vor Aufgaben zurückschrecken. Wenn wir es genauer betrachten, ist diese Sichtweise nur bedingt richtig. Klar: das Internet ist ein Informationstreiber. Und wer mehr Informationen hat, für den scheint die Komplexitaet zuzunehmen. Das ist immer dann der Fall, wenn ich zulasse, dass alles das was ich weiß, für mich relevant ist. Aber ist es das denn überhaupt? Folgen wir nicht zu bereitwillig den Beratern, welche immer neue Themen in den Ring schmeißen? Die Frage, was wirklich wichtig ist, muss jeder für sich bestimmen. Für Unternehmer gilt, dass die Verantwortung für das Unternehmen die Ziele bestimmen muss.

Berater neigen dazu, sich permanent mit den Strukturen auseinanderzusetzen und alles über die Kosten zu bewerten. Das ist nicht nur falsch, sondern für die Zielsetzung des Unternehmens, Marktanteile zu gewinnen, gefährlich. Kosteneinsparungen sind nie das Ziel der Unternehmen. Es geht vielmehr darum, sinnvoll zu investieren. Wer das nicht versteht, dem fehlt noch die erforderliche Orientierung in die Zukunft, in den Pro-aktiven Teil des Handlungsrahmens. Berater sollten wissen, dass sie die Verantwortung dafür tragen, dass diese Orientierung entsteht.

Wer vom Ziel ausgehend „zurückdenkt“, versteht immer besser den Weg in die Zukunft, der nicht mehr durch Komplexitaet begleitet wird. Im Gegenteil: es wird immer klarer, wie der Weg ist. Kritische Alternativen können schnell verworfen werden. Und das trägt viel mehr zur Sicherheit des Unternehmers bei. Komplexitaet verunsichert nur.

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