Vom Haben wollen zum Sein

Unternehmer haben eine besondere Position: sie allein sind im Unternehmen „frei“. Gemeint ist, dass Sie allein die Rahmenbedingungen schaffen, die für die Mitarbeiter gelten. Und nicht nur das: sie setzen den Rahmen für die Leistungen, also das, was der Kunde bekommt. Sie sind somit verantwortlich für die Ziele des Unternehmens – und letztlich dafür, ob die Kunden zufrieden sind. Denn diese entscheiden bekanntlich auf Basis der Leistungen.

Diese „Haben-Position“ ist für Menschen normal

In einer Gründungsphase sind Unternehmer fast immer darauf fixiert, mit der Freiheit auch die Wirtschaftlichkeit für sich zu optimieren. Diese „Haben-Position“ ist für Menschen normal – wir kommen schließlich so auf die Welt. Da Unternehmer aber kaum Kritik bekommen, sofern die Kaufabstinenz der Kunden und die Abwanderung wichtiger Mitarbeiter nicht als solche wahrgenommen wird, wird eine Veränderungssperre zum unternehmerischen Wissen aufgebaut, die nur in Krisenphasen zu überwinden ist. Unternehmer verharren dann in einer ausgesprochenen Erfahrungsausprägung. Kommt das Unternehmen in eine Krise und wird darüber nicht erkannt, dass Unternehmer zunächst sich selbst verändern müssen, kommt auch der Unternehmer selbst in die Krise. Sie kann nur durch eine Entwicklung hin zu einer „Sein-Position“ überwunden werden.

Eine Organisation jenseits der üblichen Hierarchien

Diese „Sein-Position“, also die kompromisslose Ausrichtung auf das Unternehmertum macht dann deutlich, dass es nur darum geht, das eigene Unternehmen immer weiter zu stärken. Denn nur das sichert auf Sicht auch die Freiheit und die Wirtschaftlichkeit für den Unternehmer, weil es dann klar wird, dass auch Freiräume für Mitarbeiter die Lösung sind. Es entsteht über die Vorbildfunktion eine Organisation jenseits der üblichen Hierarchien.

Unternehmer müssen dem Unternehmen dienen

Wichtig ist, dass gerade Unternehmer und natürlich auch deren Führungskräfte begreifen lernen, dass sie dem Unternehmen dienen müssen. Diese „Sein-Position“ ist es, welche das echte Unternehmertum ausmacht. Nur so ist es möglich, einen Entwicklungsraum zu schaffen, der Mitarbeitern Spitzenleistungen ermöglicht.

Dann entsteht eine Leistungsgemeinschaft „jenseits der Hierarchien“

Nur wer als Unternehmer und/oder Führungskraft aus der Sein-Position gelernt hat, einen Freiraum zu geben und dazu noch die Handlungsfreiheit überträgt, hat gelernt, Macht abzugeben. Erst dann entsteht eine Leistungsgemeinschaft „jenseits der Hierarchien“. Die die ist der Schlüssel zu den Bestleistungen.

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