Gesetz der Wirtschaft gilt immer noch

Bei all der Komplexitätsentwicklung macht es Sinn, sich einmal mit grundsätzlichen Zusammenhängen auseinanderzusetzen. So wird es einfacher, die Systemregeln in den Unternehmen besser zu verstehen und beim Systemneustart auf diesen aufzusetzen. Zu den einfachen, aber grundsätzlich richtigen Erkenntnissen gehört das, was im Wirtschaftsleben fast alle als Zitat kennen, aber selten im Kern durchdacht wird, das sog. „Gesetz der Wirtschaft“ von dem britischen Sozialreformer John Ruskin. Dieser hat bereits vor über 100 Jahren folgendes erkannt:„Es gibt kaum etwas auf dieser Welt, das nicht irgendjemand ein wenig schlechter machen und etwas billiger verkaufen könnte, und die Menschen, die sich nur am Preis orientieren, werden die gerechte Beute solcher Machenschaften. Es ist unklug zu viel zu bezahlen, aber es ist noch schlechter, zu wenig zu bezahlen. Wenn Sie zu viel bezahlen, verlieren Sie etwas Geld, das ist alles. Wenn Sie dagegen zu wenig bezahlen, verlieren Sie manchmal alles, da der Gegenstand die ihm zugedachte Aufgabe nicht erfüllen kann. Das Gesetz der Wirtschaft verbietet es, für wenig Geld viel Wert zu erhalten. Nehmen Sie das niedrigste Angebot an, müssen Sie für das Risiko, das Sie eingehen, etwas hinzurechnen. Und wenn Sie das tun, haben Sie auch genug Geld, um für etwas Besseres zu bezahlen“.

Diese einfache Botschaft ist richtig und immer noch gültig. Wer sich nicht daran hält, wird draufzahlen, sowohl als Kunde als auch als Unternehmen. Den Kunden wird das im Zweifel nicht interessieren, weil er diese Zusammenhänge vielleicht nicht versteht oder er nur an dem kurzfristigen Vorteil interessiert ist. Für Unternehmen besteht aber der Preis i.d.R. in einer Existenzbedrohung/-vernichtung.

Die Grundlogik des Gesetzes wird auch von vielen Dienstleistern vergessen. Der Großteil glaubt, dass alle nur noch den günstigsten Preis zahlen wollen. Das ist richtig, allerdings nur für die vergleichbare Leistung.

Hier sind wir beim Kern des Problems. Eine Leistungsdifferenzierung ist für Menschen nicht vorstellbar, solange die Methodik, diese zu verändern, nicht bekannt ist. Daher folgen viele dann sicherheitshalber der Denke des Kunden, damit diese nicht verloren werden. Damit beginnt der Abstieg – meist für den Unternehmer mit hohem Kraftaufwand, weil Menschen natürlich nicht bewusst das Unglück suchen. Die intensive Auseinandersetzung mit dem Existenzerhalt führt zum Tunnelblick: nur noch die Liquidität ist wichtig. Aber Schlechtleistungen und Investitionsvermeidung sind nun mal nicht die Erfolgskriterien, auf denen ein Unternehmen und auch keine Existenz aufzubauen ist.

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