Ein Geschäft, das nur Geld einbringt, ist ein schlechtes Geschäft

„Ein Geschäft, das nur Geld einbringt, ist ein schlechtes Geschäft“, schon Henry Ford hat dies früh erkannt. Eine eigentlich eine banale Erkenntnis, sollte man glauben. Wir leben in einer Welt, in der Kunden ständig bessere Lösungen erwarten. Da Kunden selber Vergleiche anstellen und bessere Lösungen bei Wettbewerbern schnell erkennen, kommt das Denken um Qualitäten, die der Kunde erwartet, wie es bereits Henry Ford verstanden hatte, zu kurz.

Offensichtlich gilt auch hier, was in einem weiteren Zitat Ford´s überliefert ist:

„Denken ist die schwerste Arbeit, die es gibt. Das ist wahrscheinlich auch der Grund, warum sich so wenige Leute damit beschäftigen.“

Vordergründig könnte man feststellen, dass die meisten Menschen einfach nur faul sind und sich deshalb gegen neue Lösungen wehren. Jedoch kann dies vermutlich nur einem kleinen Teil unterstellt werden. Systemisch betrachtet, fehlt es oft einfach nur an der Erkenntnis, wie die Dinge zusammenhängen. Dies mag wiederum davon kommen, dass der Mut oder bloß die Gelegenheit fehlt, sich mit neuen Lösungen auseinanderzusetzen.

Unternehmer müssen sich verantwortlich fühlen

Für Unternehmer darf diese Hürde jedoch nicht gelten – sie sind verantwortlich für ihre Mitarbeiter – und letztendlich auch für die Kunden. Falls diese Hürden noch nicht überwunden worden sind, sollte es zu mindestens ein Ziel für die Zukunft sein. Allerdings haben sich an dieser Stelle oft die alten Lösungen in vielen Unternehmerköpfen festgesetzt: Vom Kunden nehmen, aber den Mitarbeitern nicht genug geben, daraus ergibt sich unterm Strich auch ein Mehr an Wirtschaftlichkeit. Nachhaltig ist dieser Ansatz jedoch nicht.

Richtig durchdacht, liegt das Problem auf einer anderen Ebene. Unternehmen fehlt am Ende oft der Zugang zu Wissen, wie Unternehmen wirklich aufgebaut werden müssen. Die klassischen Arbeitsfelder wie Marketing, Führung und Controlling halten zu oft und zu stark an den alten Denkstrukturen fest. Es fehlen wichtige Treiber, welche sich aus der permanenten Zielbildung ergeben. Erst wer die Wechselwirkungen von Wissen, Können und Wollen wirklich versteht, bekommt Zugang zur nachhaltigen Entwicklung seines Unternehmens.

Hochschulen und Wirtschaftsförderer müssen sich stärker der Herausforderung stellen, Wissen in breiterer Form zur Verfügung zu stellen. Denn offensichtlich können aktuell auch diese „Servicebereiche“ keine optimalen Lösungen zur Verfügung stellen. Wieso sonst würden sich viele Arbeitgeber darüber beschweren, wie schlecht die Ausbildung an Hochschulen sei. Ein weiteres Problem bildet sich daraus, dass sich die Leistungen der Wirtschaftsförderer sich nicht auf die Förderung von Unternehmen, sondern stark auf die Vermarktung von Flächen begrenzen.

Gerade Gründer haben oft zu Beginn noch die Kraft, Neues zu schaffen, aber auch sie werden zu früh ausgebremst. Die Erkenntnis, dass die ersten Überlegungen nicht wirklich funktionieren, führen oft viel zu früh zur Begrenzung von Investitionen. Dann wird gespart, was gespart werden kann. Schlechtleistungen sind dann vorprogrammiert.

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