Denkfehler: Neues oder Theorie

So normal, wie Veränderungen stattfinden, so schnell werden diese in Frage gestellt, besonders wenn diese bewusst herbeigeführt werden sollen. Es ist ein wesentlicher Unterschied, ob die Veränderungen von außen kommen, oder Entwicklungen gezielt eingeleitet werden.

Gezielt: kommt das nicht von Ziel?

Ziele müssen aktiv angesteuert werden. Ziele sind auch scheinbar normal. Dafür allerdings etwas Konkretes tun und dann noch mit den möglichen Fehlern leben – das scheint für Viele in den Unternehmen nicht richtig zu sein. Werden Veränderungen zum zentralen Thema in Unternehmen, kommt schnell die Bewertung „alles nur Theorie“. Damit soll der Versuch unterlaufen werden, etwas zu verändern. Also das zu tun, was das Bestehende ablöst.

Ein  kluger Mann (Huxley) hat einmal festgestellt: Wer so tut, als bringe er die Menschen zum Nachdenken, den lieben sie. Wer sie wirklich zum Nachdenken bringt, den hassen sie. In der Unternehmenswirklichkeit kommt das viel zu häufig vor: das Neue wird bekämpft. Werden aber hohle Phrasen gedroschen, die nichts von niemand konkret verlangen, wird gemeinsam Applaus gespendet. „Wir sollten …“, so beginnen viele Appelle an die Anderen, die etwas bewegen sollen. Aber bitte nicht so, dass Unruhe auftritt.

Das Motto: „wasch mir den Pelz – aber mach mich nicht nass“ wird auch gern von Unternehmern gepflegt, welche Dienstleister einsetzen. Gern produzieren dann Grafikdesigner neue Homepages, welche mit Formen, Farben, Bildern und Sprüchen Scheinwelten produzieren. Steuerberater suggerieren, dass man mit der Zauberformel „Steuern sparen“ clever vorgeht. Denn wer keine Steuern zahlt, hat ja bekanntlich mehr Geld. Dass ich allerdings dann auch keine Erträge habe, wird verschwiegen. Und Berater sollen dann Mitarbeiter „coachen“, damit diese besser werden. Und Vorgesetzte sollen motivieren …

Die Beispiele lassen sich weiter anreichern. Sie machen aber nur deutlich, dass Menschen Geschenke lieben. Etwas zu bekommen, für das man nichts tun muss hat Konjunktur. Dass aber Erfolg zu größten Teilen aus Transpiration besteht, ist nur den Siegern klar.

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