Der Denkfehler der „Generation Start-up“

Durch den demografischen Wandel werden die guten Nachwuchskräfte rar – die Bewerber können – so scheint es – nahezu jede Forderung stellen. Von üppigen Gehältern über flexible Arbeitszeiten und –Orte bis hin zu den modernsten Arbeitsmitteln. Die „Wunschliste“ ist lang. Doch selbst in einer Welt, in der Arbeitgeber alles zu tun scheinen, um gut Leute zu bekommen und zu halten – auch in dieser Welt gibt es einen vermeintlichen Spielverderber. Den KUNDEN.

Wenn da nur nicht der Kunde wäre…

Dieser fordert nämlich Leistung. Vom Unternehmen. Denn dafür bezahlt er. Damit werden dann auch die Mitarbeiter in die Leistungsverpflichtung genommen. Und die Ansprüche der Kunden steigen gleichzeitig mit der Komplexität der Märkte. Die Lösungen von heute – die oft standardisiert und mit routinierter Leichtigkeit von Unternehmen und Mitarbeitern geleistet werden, müssen für die Zukunft „upgegraded“ werden.

Es geht immer noch um Leistung.

Und hier kommen wir zu dem Webfehler: Der Kunde zahlt nicht unendliche Preise für eine mittelmäßige Leistung. Im Gegenteil. In einer Zeit, wo der Wettbewerb auf globaler Ebene stattfindet, müssen Spitzenleistungen erbracht werden. In Konzernen, im Mittelstand und auch in den Start-ups. Wenn also die Kosten in den Unternehmen steigen (durch hohe Gehälter und die Kosten der entsprechenden „Rahmenbedingungen“) und gleichzeitig die Preisschraube nicht unendlich angehoben werden kann, müssen ganz einfach auch Leistungen abgerufen werden.

Fehlt die Leidenschaft?

Das sollte selbstverständlich sein. Ist es für viele auch. Aber eben nicht für alle. Der Mythos, dass man von seinem Arbeitgeber scheinbar alles fordern kann ohne die entsprechende Leistung zu erbringen ist leider immer noch weit verbreitet. Und bringt viele Unternehmer in die Situation, hochbezahlte Mitarbeiter einzustellen um nicht selten dann vor dem Problem einer der Entlohnung leider nicht entsprechenden Leistungsfähigkeit zu stehen.

„Leistung aus Leidenschaft“ ist es, was die heutigen Märkte fordern, so titelt bereits 1986 einer der Management-Klassiker von Thomas Peters. Natürlich müssen die Rahmenbedingungen stimmen. Aber eben vor allem die Rahmenbedingungen für den Kunden – nicht an erster Stelle oder gar ausschließlich nur für den Mitarbeiter.

Erfahren Sie jetzt mehr über…

… die Herausforderungen an die Beratungsbranche:  Produktrevolution im Beratungsmarkt

…die Bedeutung des Engagement der Mitarbeiter im Unternehmen: Mitarbeiterbeteiligung

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *