Denkfehler: Die Revolution des Wissens – und keiner bekommt es mit

Die Menschheit lebt bekanntlich nicht mehr in der Steinzeit, wo sie als Sammler und Jäger die Welt erlebt hat. Die nachfolgenden Veränderungen (Landwirtschaft und Industrialisierung) hat der Mensch mehr oder weniger gut in sein Leben eingebaut. Schließlich ist daraus das entstanden, was wir heute moderne Zeiten nennen.

Bei der Revolution des Wissens scheint es aber Missverständnisse auf breiter Basis zu geben. Anders als ein Großteil der Menschheit glaubt, ist es möglich, mit Unwissenheit zur Lösung zu kommen. Schlussendlich war die Revolution des Wissens eine Revolution des Nichtwissens, weil das erworbene Wissen letztlich nicht als absolut richtig unterstellt werden kann. Natürlich wollen die Menschen irgendwann einen Schlussstrich hinter ihre Lernphasen setzen. Ausbildung und Weiterbildung sind schließlich ein hoher Aufwand, um dann endlich ernten zu können.

Lösungen können durch Nichtwissen entwickelt werden

Es ist klar, dass wir immer noch dazu lernen. Jeden Tag sammeln wir Erfahrungen. Aber, dass mit Nichtwissen neue Lösungen entwickelt werden können, scheint eher etwas für Erfinder zu sein. In den Berufen, die wir erlernen, muss das Wissen irgendwann einfach reichen. Und wenn dann Anforderungen durch den Chef gestellt werden, gilt allgemein, dass es die Zeit schon richten wird. Fatal ist aber, dass wir dann nur noch unsere Erfahrungen vertiefen. Was zu kurz kommt, ist der Umgang mit Problemen. Weit verbreitet ist, dass man sich dann gern von den Problemen trennt – machen Andere ja auch so.

Wissen ist erstaunlicherweise selbst für Führungskräfte kein Thema, welches zugänglich ist. Schließlich hat jeder Mensch Wissen aufgebaut. Dass es sich allerdings fast immer nur um Fachwissen handelt, ist den Beteiligten nicht bewusst. Wissen als wertvollen Rohstoff zu verstehen, ist dann eher die Sache von Professoren und Querdenker und sonstigen Begabten (wobei Professoren nicht selten nur das Abbild des alten Wissens sind).

Unternehmen brauchen eine Revolution des Nichtwissens

Unternehmen brauchen, um im Markt mithalten zu können, eine Revolution des Nichtwissens. Unternehmer, die das akzeptieren, haben nicht den Stein der Weisen, aber den Zugang zur Gestaltung der Zukunft gefunden.

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