Arbeitsprinzip – STEUERUNG

Evolution ist lernen – und lernen ist Anpassung. Im Unternehmen ist es die Steuerung des Erfolges auf der Unternehmensebene. Und auf der konkreten Arbeitsebene werden die Ergebnisse gesteuert. Dabei geht es nicht nur um das einfache Tun. Offensichtlich besteht die Kunst darin, aus Fehlern zu lernen, obwohl das bereits Basiswissen unserer Vorfahren war.

Schaffen Fehler den Unterschied?

Fehler sind nichts, was Menschen verhindern können. Fehler sind die Hinweise auf notwendige Korrekturen, welche Menschen und natürlich Unternehmen dringend benötigen, um sich für die Zukunft fit zu machen. In der Natur des Menschen liegt allerdings, dass er Fehler scheut. Zu erklären ist das aus dem tiefen Bedürfnis, Sicherheit zu bekommen. Und Fehler schaffen Unsicherheit, wenn das Prinzip der Anpassung, also das Ansteuern der Ziele nicht akzeptiert wird.

Für Unternehmer ist es die hohe Kunst der Führung, die Mitarbeiter zum Aufspüren von Fehlern zu animieren und, sofern der Mut da ist, Fehler sogar zu feiern. Denn nur so gelingt der Wettbewerb mit anderen Unternehmen um die besten Lösungen. Und wenn das auf kultureller Ebene akzeptiert ist, entwickelt sich der interne Wettbewerb um die besseren Ergebnisse und die besseren Arbeitsverfahren. Und dann werden diese Ergebnisverbesserungen auch gemeinsam gefeiert, weil klar wird, dass es Allen nützt.

Anpassung ist pro-aktives Handeln im besten Sinne. Die Zukunft öffnet sich erst dann, wenn klar wird, dass das Heute bereits morgen Vergangenheit ist. Dieses Gefühl für die Zeit, die wertvollste Ressource, zeichnet die Besten aus. Um dahin zu kommen, muss Steuerung als zentrales Arbeitsprinzip im System Unternehmen verankert sein.

Optimierung als Ersatz von Steuerung?

Das Arbeitsprinzip „Optimierung“ ist allerdings kein Ersatz für die funktionierende Steuerung, weil es zur Steuerung erforderlich ist, Referenzwerte anzusteuern. Nicht die allgemein bessere Leistung ist gefragt, sondern die konkrete Bearbeitung von Zielen, welche die Unternehmen konkret messbar Schritt für Schritt dem Erfolg näherbringt. In diesem Zusammenhang wird gern die Methode „trial and error“, also Versuch und Fehler genannt. Aber nur den Wenigsten ist dann klar, es nicht darum geht, einfach nur etwas zu tun. Richtig angewandt erfordert die Methode zunächst eine Zielbestimmung. Erst dann wird der akzeptierte Weg „durch die Fehler hindurch“ bestritten – zumindest von den Profis. Der Amateur läuft los und bei den ersten erkennbaren Fehlern gibt er auf.

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